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Grußwort Oktober

18.09.2018 09:00 von Antje Deh

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. (Psalm 38,10 EUE)

Liebe Gäste, liebe Freunde und liebe Mitglieder,

zugegeben, es gibt Psalmen, die einen schöneren Einstieg haben. Der Psalm 38 beginnt mit einem verzweifelten Ausruf eines Herzens, das sich von Gott geplagt empfindet – dort lesen wir: „HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohens und ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde.“

David, der diese Worte betet, erlebt Schweres und fühlt sich gestraft von Gott. Doch ist es wirklich so, dass Gott unsere Sünden bestraft, hier mit Krankheit, dort mit finanziellen Problemen, dort mit Misserfolg - mit was auch immer. Und ebenso sofort sagen die einen „ich hab‘s ja gewusst“ und die anderen „na, das seh‘ ich aber anders!“

Und wie siehst Du es? Was denkst (glaubst) Du, wenn Du Leid erfährst? Suchst Du nach dem Grund, nach der Ursache – bei Dir oder bei Gott? Denkst Du es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen Deinem Wohlbefinden und Deinem Lebensstil? Hängt also beides doch zusammen? Oder noch besser ist der Umkehrschluss: wenn es Dir an einer Stelle schlecht geht, muss etwas in Deinem Leben schräg sein. Konsequent wäre dann: wenn alles gut ist (Gesundheit, Versorgung, Ehe, Familie, Beruf etc.) machst Du alles richtig – bist Du quasi ein Heiliger!

Für mich ist das eine gewaltige Herausforderung! Ich glaube, dass Gott gut ist und dass Jesus unsere Schuld und unsere Krankheit ans Kreuz getragen hat und dass er dafür bezahlt hat. Die Strafe liegt auf ihm (Jes. 53.4).

Wir kennen Menschen, die Not, Leid, Krankheit, Enttäuschung in ihrem Leben erleben, aber eben nicht in Sünden verstrickt sind bzw. darin verharren. Wir haben keine Antwort und keine Erklärung für das „warum“ und das „wieso ich?“. Oft sind dann Erklärungsversuche peinlich oder verletzend und dienen dem Leidenden in keiner Weise.

Wir sollen und dürfen um Heilung beten – ja und sind auch aufgefordert dabei nach der Ordnung im Leben zu fragen (Jak. 5). Wenn ich bete, bete ich im Glauben und im Vertrauen, dass mein Gott größer ist als alle Not und alles Leid, dass er uns sieht, kennt und hört. Denn es gibt diesen Gott der Hoffnung, an den sich auch der Psalmbeter wendet, wenn er sagt: „Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ Er wendet sich an den von dem er Hilfe und Trost erwarten kann und darf. Er trifft eine Entscheidung, er harrt auf den Herrn, er hält aus, er vertraut seinem – unserem Gott! (V.16).

Lasst uns zusammenstehen als Gemeinde und unseren Glauben zusammenlegen für die, die in Not sind und Leid erleben – wenn sie nicht mehr beten können, wollen wir für sie vor unseren Herrn kommen und für sie einstehen.

Gemeinde ist lebendige Gemeinschaft. Paulus formuliert es so: „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, oder wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle anderen mit.“ (1.Kor.12,26)

Ich wünsche Euch allen Gottes reichen Segen und einen goldenen Oktober!

Bernd Kohnle