Dreimal „R“ – eine Perspektive für unsals Gemeinde

In meiner Predigt zum Jahresbeginn habe ich aufgezeigt, welche Schwerpunkte Gott nach meiner Wahrnehmung in der vor uns liegenden Zeit setzen möchte.

Ich habe sie als die drei „R“ bezeichnet – sie lauten:

  • Ruhen in Gott
  • Reife entwickeln
  • Räume schaffen
  1. „Ruhen in Gott“:

Unser Gott ist ein Gott der Ruhe und nicht der Hektik. Er schuf den Menschen am 6. Tag und was erlebte der Mensch als erstes? Den Sabbat – den Ruhetag. Ruhen in Gott meint nicht eine Passivität und Bequemlichkeit, sondern ein Leben aus der Gegenwart Gottes heraus. Wahrzunehmen was von ihm her dran ist. Innezuhalten, zur Ruhe kommen, auf ihn hören (vgl. dazu 4. Mose 9,8). Jesus war sehr „effektiv“ in seinem Dienst aber nie im Stress. Weil er aus der tiefen Beziehung mit dem Vater heraus lebte – aus seiner Ruhe! Gott will uns als Gemeinde und Einzelne einladen, diese Ruhe neu zu entdecken. In dieser Ruhe erleben wir Inspiration und Leitung in dem was wirklich dran ist.

  1. „Reife entwickeln“

Wir sind da miteinander dran: Zu entdecken was „Geistliche Reife“ bedeutet. Alles ist in uns schon angelegt, aber es darf, ja es muss sich entwickeln. Reife hat etwas mit Weisheit, Erkenntnis des Willen Gottes, Veränderungs- und Verantwortungsbereitschaft, Standfestigkeit und vielem mehr zu tun. „Reif zu werden“ ist ein Prozess, den Gottes Geist in uns tun möchte. Wir müssen das jedoch auch wollen und die Schritte wagen, die uns gezeigt werden. Gott will uns einen Wachstumsschub hinsichtlich „Reife“ schenken (Epheser 4,13-16).

  1. „Räume schaffen“

Gott sehnt sich nach Menschen. Sein erster schmerzlicher Schrei war: „Adam (Mensch), wo bist du?“ – 1. Mose 3,9. Er hat Sehnsucht nach einem jeden von uns und auch nach den Menschen, die ihn noch nicht kennen. Gemeinde Jesu ist eine Gemeinde, die Raum anbietet. Es geht zuerst um unseren Herzensraum. Gott will unsere Herzen für andere „weiten“ (2.Korinther 6,11). Neben den Herzensräumen braucht es auch tatsächliche Räume. Daher denken wir in 2020 über ein weiteres Gottesdienstangebot und über einen Neubau nach, der uns neue Möglichkeiten für diverse Angebote gibt. Dies kann herausfordernd werden aber wir wissen, dass Gottes Treue mit uns ist, wenn wir es wagen unsere Seile weit zu spannen und den Raum unseres Zeltes weit machen (vgl. Jesaja 54,2).

Betet und tauscht euch über die drei „R“ aus. Unser Fokus ist die Ehre Gottes und dass die Teck-Region von seiner Herrlichkeit erfüllt wird, in dem noch viele Menschen diesen Gott als ihren Erlöser erfahren und ihr Leben dadurch eine neue Richtung bekommt.

Euer Günter Öhrlich